
EU-Taxonomie Reporting mit Madaster
Die EU-Taxonomie verlangt transparente, messbare Daten zu Materialien, CO₂, Kreislauffähigkeit und Rückbau.

Was ist die EU-Taxonomie?
Die EU-Taxonomie ist ein Klassifikationssystem der Europäischen Union, das festlegt, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten. Dabei definiert sie konkrete Kriterien, anhand derer Unternehmen beurteilen können, ob ihre Tätigkeiten einen wesentlichen Beitrag zu Umweltzielen leisten und gleichzeitig keine anderen Ziele erheblich beeinträchtigen.
Was bedeutet die EU-Taxonomie für die Immobilienbranche?
Die Taxonomie betrifft die Immobilienbranche in besonderem Maße, da Gebäude einen wesentlichen Einfluss auf Energieverbrauch, Ressourcenbedarf und CO₂-Emissionen haben. Projektentwickler, Bestandshalter, Immobilieninvestoren und Finanzierer müssen offenlegen, inwieweit ihre Aktivitäten den Kriterien der EU-Taxonomie entsprechen.
Anforderungen ergeben sich dabei sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude, insbesondere in Hinblick auf Energieeffizienz, Sanierungsmaßnahmen und die nachhaltige Nutzung von Materialien. Zudem wirkt die Taxonomie indirekt auf weitere Akteure entlang der Wertschöpfungskette, etwa Planer, Bauunternehmen und Hersteller, da sie als Bereitsteller der relevanten Daten für das Reporting fungieren.
Mit Madaster haben alle Akteure der Bau- und Immobilienbranche eine gemeinsame Plattform für die Bereitstellung von Informationen und deren Auswertung.
Welche Daten stellt Madaster für ein EU-Taxonomie-Reporting bereit?
Im Umweltziel „Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft“ stehen Anforderungen wie Ressourcenschonung, Wiederverwendbarkeit von Materialien, Abfallvermeidung und transparente Materialdokumentation im Fokus. Genau in diesem Bereich liefert Madaster die notwendigen Daten, um die Taxonomieanforderungen nachvollziehbar und prüfbar abzubilden.
Für das EU‑Taxonomie‑Reporting stellt Madaster unter anderem strukturierte Informationen zur Wiederverwendung und zum Recycling von Materialien, zur Vorbereitung von Bau- und Abbruchabfällen, sowie Ökobilanzdaten (LCA) bereit. Ergänzend werden Kennzahlen zum Einsatz von Primärrohstoffen sowie Entwürfe für den Rückbau (Design for Disassembly) abgebildet. Die Daten sind entlang etablierter Bewertungsrahmen wie Level(s) (z. B. 1.2, 2.1, 2.2, 2.4) strukturiert und ermöglichen so eine fundierte Bewertung der Kreislauffähigkeit und Umweltwirkungen von Gebäuden. Dadurch erhalten Eigentümer:innen und Projektbeteiligte eine belastbare Datengrundlage, um effizient Taxonomiekonformität nachzuweisen.
Die Daten stehen Dir sowohl für einzelne Gebäude als auch für die Auswertung von ganzen Portfolien zur Verfügung.
Was bedeutet die EU-Taxonomie für Hersteller?
Hersteller spielen eine zentrale Rolle bei Umsetzung der EU-Taxonomie, da ihre Produkt- und Materialdaten für das ESG- und Taxonomie-Reporting benötigt wird.
Dazu zählen beispielsweise Informationen zu CO₂-Emissionen, Materialzusammensetzungen, Recyclingfähigkeit oder Umweltproduktdeklarationen (EPDs).
Mit direkten Schnittstellen zu Herstellerdatenbanken, dem Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU) sowie der ÖKOBAUDAT greift Madaster auf umfangreiche Bibliotheken mit generischen und spezifischen Produktdaten zu. Diese bilden die Basis für unsere taxonomiekonformen Auswertungen.
Was bedeutet die EU-Taxonomie für Planende?
Die EU‑Taxonomie wirkt sich auf Planungsprozesse aus, da bereits in frühen Projektphasen sichergestellt werden muss, dass die Anforderungen an Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Lebenszyklusbetrachtung erfüllt werden. Zudem gewinnen Themen wie zirkuläres Bauen, Materialtransparenz und die Dokumentation von Gebäudedaten an Bedeutung, da diese Informationen für das Taxonomie‑Reporting der Auftraggeber erforderlich sind. Planende werden damit zunehmend in die Pflicht genommen, nachhaltige Lösungen nicht nur zu entwerfen, sondern auch datenbasiert nachvollziehbar zu machen.
Madaster übernimmt für Planende die Datenarbeit und das Reporting. Die Plattform liest Gebäudemodelle oder Bauteilkataloge von frühen Planungsphasen bis zum As-built – automatisch aus und erstellt taxonomiekonforme Auswertungen.
Was bedeutet die EU-Taxonomie für Immobilieneigentümer:innen?
Die EU‑Taxonomie bedeutet für Immobilieneigentümer:innen vor allem mehr Transparenz- und Berichtspflichten. Nachhaltigkeitsdaten fließen in ESG‑Reportings ein und werden zunehmend von Investoren, Banken und Regulierungsbehörden eingefordert.
Deshalb hat die Taxonomie auch konkrete wirtschaftliche Auswirkungen: Taxonomiekonforme Immobilien können den Zugang zu Finanzierung erleichtern und die Attraktivität für Investoren steigern, während nicht-konforme Bestände unter Druck geraten können.
Madaster ermöglicht einen einfachen Zugang zu digitalen Daten in Neubau und Bestandsportfolios, zum Beispiel mit dem Urban Mining Screener, einem integrierten Plattformtool, und übersichtlichen Taxonomie-Dashboards
Dein Madaster-Experte für ESG- und EU-Taxonomie-Reporting

Dr. Patrick Bergmann
info@madaster.de
+ 49 30 235962050