Wiederverwendbare Module
Die modulare Bauweise des Gebäudes erlaubt es, die Einzelteile später wieder auseinanderzubauen und die Elemente in anderen Projekten weiterzuverwenden. Damit die Zirkularität technisch und organisatorisch funktioniert, spielt die Digitalisierung eine zentrale Rolle: Jedes Modul ist mit einem QR-Code versehen, Bauteile sind so eindeutig identifizierbar.
Bewusst einfach und deshalb äußerst wirksam
Besonders spannend ist auch der Ansatz „Low Tech ist nicht gleich Low Tech“: Statt klassischer Kupferverkabelung setzt das Gebäude in Teilen auf Bluetooth-Lösungen. Diese benötigen weniger Energie, reduzieren Materialaufwand und sorgen gleichzeitig für mehr Sicherheit bei den Betriebskosten, weil sich Systeme einfacher anpassen und nachrüsten lassen.
Der Materialpass
ROCKYWOOD wurde vollständig auf Madaster dokumentiert und verfügt damit über einen digitalen Gebäuderessourcenpass. Lorenz Nagel betonte, dass dieser Weg nicht ohne Herausforderungen ist und sagte: „Vielen Dank an Madaster, dass Ihr uns auf diesem Weg begleitet habt. Denn alleine ist es schwer.“

Ist Holzbau nicht teurer?
Auf diese Frage aus dem Publikum lautete die Antwort: “„Nein, nicht wenn man früh genug plant. Die richtige Methode macht den Unterschied.“ Eine modulare, gut koordinierte Holzbauweise kann wirtschaftlich mit konventionellen Lösungen mithalten oder sie sogar übertreffen, insbesondere wenn Bauzeit, Flexibilität und zukünftige Umnutzungen mitgedacht werden. ROCKYWOOD zeigt damit, dass Holzbau, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft kein Zukunftsversprechen mehr sind, sondern bereits heute zu belastbaren, betriebswirtschaftlich tragfähigen Projekten führen können.