Kreislaufwirtschaft im Bau gehört auf die politische Agenda
Wir waren im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit Bundesumweltminister Carsten Schneider verabredet. Der Anlass: Kreislaufwirtschaft im Bau braucht mehr politische Aufmerksamkeit, wenn sie in der Praxis skalieren soll. Denn im Gebäudebestand liegen nicht nur Sanierungsaufgaben, sondern auch enorme Rohstoffpotenziale.
Vier Hebel für mehr zirkuläre Baupraxis
Im Gespräch ging es um zentrale Themen, die darüber entscheiden, ob Kreislaufwirtschaft im Bau wirtschaftlich wirksam wird: die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie und das veröffentlichte Aktionsprogramm zu ihrer Umsetzung, den Rohstoff-Restwert für öffentliche Gebäude, die CO₂-Bepreisung sowie das Ende der Abfalleigenschaft. Besonders wichtig ist dabei die Frage, wie Materialien nach Rückbau oder Sanierung rechtssicher wieder in hochwertige Kreisläufe gelangen können. Ohne klare Rahmenbedingungen bleiben viele Potenziale ungenutzt.
Der Rohstoff-Restwert verändert den Blick auf Gebäude
Ein besonderer Fokus lag auf dem Rohstoff-Restwert. Denn Gebäude sind nicht nur Kostenstellen, sondern auch Rohstofflager mit künftigem wirtschaftlichem Wert. Wenn Materialien dokumentiert, bewertbar und rückgewinnbar geplant werden, entsteht eine neue Entscheidungsgrundlage für öffentliche Bauherren, Kommunen und Bestandshalter.
Aus Materialtransparenz werden wirtschaftliche Vorteile
Genau hier setzen digitale Materialpässe und Gebäuderessourcenpässe an: Sie machen sichtbar, welche Materialien in Gebäuden stecken, welche Mengen verfügbar sind und welche Potenziale für Wiederverwendung oder hochwertiges Recycling entstehen. Damit wird Kreislaufwirtschaft nicht nur zu einer ökologischen Notwendigkeit, sondern zu einem wirtschaftlichen Hebel. Gemeinsam mit unseren Partnern vom Circle – der Ort für zirkuläres Bauen und Sven Schröer von der HUESKER Group wollen wir diese Perspektive weiter in die Praxis bringen.
Mit Madaster Rohstoffrestwerte erkennen
Welches Rohstoffpotenzial steckt in Deinen Gebäuden? Gerne treten wir mit Dir in den Austausch darüber, wie Materialpässe, Rohstoff-Restwerte und digitale Gebäudedaten zirkuläres Bauen wirtschaftlich nutzbar machen können. Hier gelangst Du zu unserem Kontaktformular.