Sieben Unternehmen, eine klare Antwort
Mit LIST Gruppe, EPEA – Part of Drees & Sommer, Lindner Group, Holcim, WICONA, designdirektive und Jansen waren sieben Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen der Wertschöpfungskette vertreten, die Madaster Match als Roll-out-Partner begleiten.
Ihre Antwort auf die Frage nach dem wirtschaftlichen Potenzial von Urban Mining fiel eindeutig positiv aus.
Denn geschlossene Materialkreisläufe sind längst nicht mehr nur eine Frage der Nachhaltigkeit. Sekundärrohstoffe werden für Unternehmen zunehmend strategisch relevant, etwa um Materialverfügbarkeit zu sichern, Rückbau- und Entsorgungskosten zu reduzieren, neue Bezugsquellen zu erschließen oder Anforderungen an Zirkularität und Nachweisführung zu erfüllen.
Entscheidend ist dabei, dass die beteiligten Unternehmen nicht erst über mögliche Anwendungen in der Zukunft sprechen. Sie arbeiten bereits mit Madaster Match, bringen reale Projekte und Anforderungen ein und entwickeln gemeinsam neue Wege für den Umgang mit Materialien aus Rückbau und Sanierung.
Vom einzelnen Projekt zum Materialstrom
Genau hier setzt Madaster Match an. Urban Mining wird heute häufig noch von Baustelle zu Baustelle gedacht. Angebot und Nachfrage müssen zum richtigen Zeitpunkt zusammenkommen – eine Herausforderung, die eine wirtschaftliche Wiederverwendung oder hochwertige Verwertung erschwert.
Madaster Match macht Informationen über zukünftige Materialströme frühzeitig verfügbar. Bestandshalter und Rückbauprojekte können sichtbar machen, welche Materialien wann und wo verfügbar werden. Hersteller und andere Abnehmer können wiederum gezielt nach geeigneten Ressourcen suchen und ihren Bedarf hinterlegen.
Damit entsteht die Grundlage, nicht mehr nur einzelne Materialien zu vermitteln, sondern Materialströme planbar zu machen.
Dass beim Launch Unternehmen aus Rückbau, Planung, Materialbewertung, Bauindustrie und Baustoffherstellung gemeinsam über diese Prozesse diskutierten, war deshalb ein wichtiges Signal. Kreislaufwirtschaft funktioniert nicht innerhalb einzelner Unternehmen , sie braucht Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Rückenwind aus der Politik
Auch die Politik war beim Launch vertreten. Tanja Jost, Abgeordnete des Hessischen Landtags, unterstrich in ihrem Impuls die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für Hessen.
Die Diskussion zeigte: Die Transformation hin zu geschlossenen Materialkreisläufen wird nicht mehr nur als langfristige Vision betrachtet. Zunehmend geht es darum, die wirtschaftlichen, politischen und digitalen Voraussetzungen zu schaffen, damit Kreislaufwirtschaft in der Breite umgesetzt werden kann.
Der Launch war erst der Anfang
Mit „Match & Connect“ ist deshalb nicht nur eine neue Funktion gestartet. Rund um Madaster Match entsteht ein Netzwerk von Unternehmen, die gemeinsam daran arbeiten, aus Gebäuden von heute die Rohstoffquellen von morgen zu machen.
Diese Entwicklung begleiten wir ab sofort auch mit einem neuen Format: dem Madaster Podcast. In der ersten Staffel sprechen wir mit Unternehmen und Expert:innen darüber, wie Madaster Match in bestehende Prozesse integriert wird, welche Erfahrungen sie dabei sammeln und wo wirtschaftlicher Mehrwert entsteht.
Den Auftakt machen Sarah-Caitleen Sauer und Claudius Frank. Sie geben Einblicke in die Entstehung von Madaster Match – von der ursprünglichen Vision und den Anforderungen aus der Praxis bis zur marktfähigen Plattform.
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