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Blogs, Nachrichten, Partner, Wissen 2 jul 2024

Neuigkeiten zum digitalen Gebäuderessourcenpass!

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat im Rahmen des Forums vom Runden Tisch “Zukunftsgerechtes Bauen” des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) den aktuellen Stand und Zeitplan zur Einführung des digitalen Gebäuderessourcenpasses vorgestellt.

Rahmenbedingungen

Der Ressourcenpass wird zunächst im Neubau und bei Komplettsanierungen von Wohn- und Nichtwohngebäuden eingesetzt; zukünftig dann auch im Bestand und der Sanierung. Dabei soll er Teil der QNG-Zertifizierung werden. Damit folgt die Regierung dem Vorbild der DGNB, die den GRP bereits im vergangenen Jahr zu einem wesentlichen Teil ihres Zertifizierungssystems gemacht hat.

Die Einführung des Ressourcenpasses für Gebäude erfolgt in Modulen.

  • Modul 1 (Materialien – Dokumentation): Material- und Produktinformationen aus Bauteilkatalog und Herstellerangaben
  • Modul 2 (Ressourcen – Auswertung) : Wertet die Rohstoffinanspruchnahme primärer und sekundärer Rohstoffe durch die Verknüpfung der Materialinformationen mit der ÖKOBAUDAT aus
  • Modul 3 (Zirkularität – Bewertung): Bewertet auf Bauteilebene das Zirkularitäts- und Rückbaupotenzial sowie die Materialverträglichkeit.
  • Modul 4 (Schadstoffe – Bewertung): Bezieht sich auf eine Auswertung der Merkmale auf Bauproduktebene.

Zeitplan der Einführung

Nachdem das BBSR bereits in der Vergangenheit externe Akteure in den Entwicklungsprozess einbezogen hat, wird es auch in diesem Jahr einen weiteren Stakeholderworkshop geben. Nach der Auswertung der Forschungsprojekte soll er noch in diesem Jahr zur Handreichung vorgelegt werden. Anfang 2025 startet die Einführung des GRP mit den Modulen 1 und 2 in Pilotprojekten. Diese sollen bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Im Anschluss erfolgt dann die Einführung von Modul 3 und 4.

Ausblick

Bei all seinen Aktivitäten hat das BBSR die Vorhaben der EU im Blick. Denn auch europaweit sind Vorgaben zur Dokumentation von Baumaterialien geplant. Unter dem Begriff “Gebäude-Logbuch” kommt der Ressourcenpass für Gebäude und auf Produktebene sieht die EU die Einführung eines digitalen Produktpasses vor.

Die Rolle von Madaster

Madaster bietet die automatisierte Erstellung von digitalen Ressourcenpässen für Gebäude, Infrastruktur und Freiraum an und sammelt die Daten in einem Materialkataster – der Grundlage für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Die Plattform ist in sieben europäischen Ländern verfügbar. Die Anpassung der Ausgabeformate an die geltenden Vorgaben aus politischen Vorschriften oder Zertifizierungen ist Teil der Entwicklungsarbeit der Madaster Stiftung.

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